3 Fragen eines (ex) Kunden an Tele2

veröffentlicht um 30.12.2011, 07:18 von Peter Georgi   [ aktualisiert: 30.12.2011, 07:22 ]
Sie sind allesamt manchmal schon recht lustig, die Telekommunikationsunternehmen. Sie mögen und umwerben heiß den wechselwilligen Neuling. Wehe aber dem, wer von Ihnen droht weg zu gehen. Ich bin schon jetzt gespannt, wie Tele2 auf mein heutiges Schreiben reagieren wird. 
Da ich dem Unternehmen mitteilte, den Schriftverkehr auch öffentlich zu machen, will ich hier auch der Ankündigung taten folgen lassen:
<zitat>
Sehr geehrte Damen und Herren

Ich wende mich an Sie im Namen meines Vaters XXXXXX, da dieser sich außerstande sieht, die nachfolgende Angelegenheit mit Ihnen zu klären. Dem alten Herrn ist es nämlich unverständlich, warum ein deutsches Unternehmen, bei welchem er bisher zufriedener Kunde war, ihn in einer derartigen Art und Weise behandelt.

Zum Sachverhalt:

Mein Vater kündigte mit Schreiben vom 09.08.2011 zum nächst möglichen Termin seinen preselection Vertrag mit Ihrem Unternehmen. In diesem Schreiben bat er Sie auch, die Kündigung ihm schriftlich zu bestätigen. Dieses Schreiben ist von Ihnen am 11.08.2011 durch eine Frau / Herrn XXXX entgegen genommen worden. Eine Bestätigung der Kündigung durch Sie erfolgte bis zum heutigen Tage an meinen Vater nicht.

Meine Eltern haben seit dem 01.09.2011 keinen Telefonanschluss der DTAG mehr, womit Leistungen durch Ihr Unternehmen nicht mehr erbracht werden können. Meine Eltern nutzen seit dem 01.09.2011 einen VOIP-Telefonieanschluss eines Kabelnetzbetreibers.

Am 20.10.2011 stellen Sie meinem Vater eine Rechnung über 19,90 Euro für Gespräche im Zeitraum 14.08.2011 bis 13.10.2011. Da der 01.09.2011 in diesen Abrechnungszeitraum fällt, ist diese Rechnung für den alten Herrn und auch mich nachvollziehbar. Diese Rechnung wurde daher als Abschlussrechnung auch von meinem Vater ausgeglichen.

Am 22.12.2011 stellen Sie erneut eine Rechnung an meinen Vater in Höhe 19,90 Euro für Gespräche im Zeitraum 14.10.2011 bis 13.12.2011. In einem Telefonat mit Ihrem Kundenservice wurde meinem Vater mitgeteilt, dass dies so korrekt sei und er zahlen müsse.

Um künftigen Missverständnissen vorzubeugen und eine von mir gegen Sie ggf angestrebte Anzeige vorzubeugen, fordere ich Sie auf, bis 20.01.2012 mir folgende Fragen schriftlich zu beantworten:

  1. Warum hielt es Ihr Unternehmen seit dem 11.08.2011 bisher nicht für nötig, dem Wunsch des Kunden nachzukommen und eine entsprechende ordnungsgemäße Kündigungsbestätigung zu versenden? Ist ein Kunde Ihrem Unternehmen so wenig wert, dass Sie eine solche Bestätigung für zu kostenaufwendig und daher unangemessen halten?

  2. Warum berechnen Sie auch über den 01.09.2011 hinaus Gesprächskosten für einen Anschluss, von dem über Sie keine Gespräche mehr geführt werden können? Der Rechnung vom 22.12.2011 wurde durch Sie auch kein EVN beigefügt.

  3. Sollten die am 22.12.2011 berechneten Gebühren Grundgebühren darstellen, erwarte ich von Ihnen einen Nachweis über eine entsprechende Vertragsveränderung. Mein Vater hatte zuvor sämtliche von Ihrem Unternehmen telefonisch in dieser Richtung unterbreiteten Angebote stets abgelehnt.

Ich möchte Sie der Fairness halber darauf hinweisen, dass ich dieses Schreiben und Ihre Antwort auf den mir zugänglichen socialmedia Plattformen und Blogs veröffentlichen werde.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen und Ihren Mitarbeitern einen guten und vor allem gesunden Start in das Jahr 2012 wünschen und verbleibe

Mit freundlichem Gruss

</zitat>

Mal ehrlich: Was sind wir Kunden einem Unternehmen wert? Sind wir gleichberechtigter Partner im Geschäft, oder zahlender Depp? Wer Kunden gewinnen will muß akzeptieren, wenn auch welche gehen.

Aber warten wir es ab

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